Essen: Nutzung der Marken
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962. - Im Jahre 1528 Juli 30.
Nutzung der Marken zwischen Quakenbrück, Wohld und Wehdel einerseits und Oster-Essen und Bevern andererseits.
- Die Drosten Dietrich Morrien von Cloppenburg und Eberhard Möring von Fürstenau regeln die Nutzung der Marken zwischen Quakenbrück, Wohld und Wehdel einerseits und Oster-Essen und Bevern andererseits.
- In gebrecken und errygen saken tueschen de amptern Cloppenborch und Vastenouwe, oick Quakenbrugge, der borchmans und rades darsulvest, sunderlinges den marken Oesteressen, Bevenern [ Bevern, Gem. Essen ], dem Wolde [ Wohld, Kreis Bersenbrück ] und Wedelern [ Wehdel, Kreis Bersenbrück ] bedrepene, is hüte am donnertage na Jacobi eyne fruntliche afrede der gebrecke halven gedaen, inmathen so folgeth: dat de Oesteressenere und Bevenere mögen ere drifft doin, als olt gebruicklich, und over de van Quakenbrugge und Wedeler panden, als olt gewontlich, myt sulcher bedinginge, dar de van Quakenbrugge und Wedeler borger und buer gewontliche pandinge deden, dal alstan mögen de beiden buerschoppen Oesteressen und Beveren gewontlicher und geborlicher loszen eder pande geneten, wo dat alder deel geboren mochte, und dat best tho erkentnisse erstkumpstigen dages, szo in den gebrechen durch de erbern und ernvesten drosten Diderich Morrien, drosten tor Cloppenborch, und Everhardt Morinck, drosten tor Vastenouwe, nha beswerunge der menne und er ansokent noettruefftich in welich deels geschein werdt, myt thodaeth der jennen byllich darby to fordern geborth, angesehen de drosten ergedacht nemandt buten zyns fuersten und hern vuelborth voranderunge der marcke verdonde [ verteilen, austun ] werth. Oick sal nemant van den buerschoppen Oesteressen und Beveren gyne herginge [ Bergung ] maicken eren swinen, sunder desulven nha natuir orhe weide lathen soken, jder tberedinge [ auf den Nachweis] dusses recesses. Darto sal gyn mann in itzunth gedachten buerschoppen gyne beiste tho weiden nemen. Dar dat dan nu geschege und sulche frombde beeste tom Wolde und Weddelern gefunden und averkomen worden, so sollen de beiste, wat arth se weren, an dat hues tor Vastenouwe verfallen syn, und wellick man schuldich befunden werde, deme huse tor Cloppenborch myt einen vath bottern verfallen syn, jodoch mydt gnade, de pene to gemetigen aller deel.
- Dat dyt allent so geschein und afgereddet van uns erbern drosten bavengeschreven, darum hebben wy unse handteykinge und eigen handt upt spatium duesses breves angeteykendt, zso de to wider orkunde de hoichgelerde und erbar Baltzar Monninckhues doctor, Berndt Valcke droste tor Vechte, Giseke Vos und Johan van Snetlage bystenders und medehandelers duessere afreddinge. Datum anno domini XVCXXIII die quo supra.
- Diderich Morrien.
- Everhardt Morinck.
- Hier weren noch mede an und over Diderick van Lutten, Roleff van Lutten, Jasper van Aschwede, Johan van Dincklage, Johan van Boickraden und her Wale up ducsscr zydt, noch Herman van Dincklagen, twe Brauwen gebrodere, dominus Henricus upn Orde etc. up yenner syeth.
- Collationata est presens supra schripta pergamena copia, que concordat cum sua vera papirea originali [ duobus istis lineis exceptis videlicet: hier weren noch an und over etc. finiendo: up yenner sieth ] de verbo ad verbum et manibus officiatorum suprascriptorum propriis supscriptis michi Conrado Rupe apostolica, auctoritate notario cognita, quod ego Conradus predictus hac manus mee proprie schriptura attestor.
- Auschultata atque diligenter collationata ac schripta est presens copia per me Johannem de Bippen divina apostolica auctoritate notarium et concordat cum sua vera copia auschultata, de verbo ad verbum, quod proteslor ego Johannes, qui supra, manu mea propria.
- Beglaubigte Abschrift, Perg. St. A. Münster, Fr. Münster Urk. 2930.
- Quellen:Oldenburgisches Urkundenbuch - Band 05 – Süd-Oldenburg. Siehe Text
- Im Auftrage des Staates herausgegeben vom Oldenburger Verein für Altertumskunde und Landesgeschichte.
- Druck und Verlag: Gerhard Stalling Oldenburg
- Aufgearbeitet von H. Bruemmer.