Essen: Grenze zwischen Essen und Quakenbrück

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953. – Im Jahre 1526/1527

Marienfelde, 1526 März 21, Gudenstag nach Ciriaci und 1527 nach März 31, na Letare

Grenze zwischen Essen und Quakenbrück

  • Graf Erwin von Bentheim und Steinforde und Junker Johann, Herr zu Büren, Vertreter von Münster und Osnabrück, einigen sich über die Grenze der beiden Hoheitsgebiete zwischen Essen und Quakenbrück.
  • I. Thom ersten dat huys edder kotten, so dorch eynen Munsterschen undersaten an der Warbomesch mersch by tyden biscop Eriches van Munster zelliger upgericht und nhu dorch denselbigen bewonth werth, is bewylligeth, dat de man syn leventh lanck darynne blyve, und wanner he vorstorven, alsfan dorch nemanth änderst wedderumme bewonth, sunder vorgencklich werden scall. Thom andern de vhedryfft betreffende, sollen beide, Quakenbruggesche und Munstersche des Warbomeschen mersches und der marck myt eren eygen gude und beesten gebruyken und ungeschuttet darinne dryven. So frombde daryn gedreven, sollen daromme erbe böte enfaen. Thom derden, dwyJe uaszer gnediger herr van Oszenbrugge eyns langwerygen und rechtlichen besitz des gerichts und galgen am Warbomesch mersch sick berometh und daran negen ader teyn mysdeder gerechtfertygt, sali sine fursffifce gnaden datsufve also in brukynge und besytte beholden, sine furstlike gnaden werden dan myt gc-borlichcr rechteserkentnysse dorch de Munsterschen darvan entsath des unser gnedige her van Oszenbrugge dem wedderdeyl to rechte to staen erwegen. Thom Verden, dat plaggenmeygen belangende, is up de mathe vorhandelt und over-sprocken, dat de Munsterschen Oster-Essenschen buren de platz des Warbomeschen mersches aver de boven ryden [ ride, Bach] an den eckenboem, de in dem Herlshagen steith, in dem aver wente to der Flueskulen up na dem Ulhorn togedeylt, des vor sick und ane vorhyndemysse der Quakenbruggcr to gebruyken. Avers der Bevener [ lies Beverner] burscop [ Bevern, Gem. Essen] sollen van Humers hecken snorrecht up an den ruwen krummen boem to endes in der Trentlage [ Kreis Bertenbrück ] achter Hermans van Dyncklage lande, wedder up na dem Wangersberge orhe plaggen unbesperth meygen. Desulven affgedelde und togewysede plaggenmathen sollen de amptludc lor Cloppenborch und Forslenawe, Diderick Morryen und Evcrhardt Moryngk crsls dags, sobaldc en sulx gelegen, myt maltcken, darna sick de beyden burscoppen, ock de Quakenbrugge to richtene weten, affsetten und underscheyden. Myt den sudden [ Soden ] to meyen, solle de Quakenbrugger de nicht meyen aver den wech, de geiih van der Watbomsch bruggen na dem Wangersberge lor luchter hant na dem Ulhorn, avers aver den wech sollen de sudden van beyden deylen und van den Quakenbruggern nicht neger dan an den wech, wo vorgescreven, doch temelicher wyse gemeyth werden. Und wes in eyns jdern thogewyseden platze broichfellich worden, sollen de amptlude, dar de broek gescheyn, desulven tbehoiff des heren infordern. Ock sollen gynen deyl in der marcke edder mersche vorgenompt jenyge tslege, kotten edder huser vorthmehr upthorichten vorgunth werden.
  • II. Im Jahre 1527 wurde zu Marienfelde noch folgendes vereinbart:
  • Der Vertrag sollte 24 Jahre dauern, doch sollte jeder Fürst nach Ablauf von 12 Jahren kündigen können.
  • Item eth hebben etlich bekandt, dat de snaeth [ Grenze] scolle gaen twischen dem ampt Cloppenborch und Oszenbrugge gunde des orts umme Essen. Item van dem olden Brokeshagen bes in den Kuckeshagen, bes in de Deelenkruse went in de Quickeskulen, vordan bes in de Veminenkulen und bes in den orth der Fulen Specken und vorth bes an den Wangersberch etc. Und de tslege darinne syn gescheyn by bischop Hinrick van Swartzeborch tyden und twemael wedder nedder getredden, derdemael dorch Herberde Doryngeloe vorgunth staen blyven,
  • Gleichzeitige Niederschrift, Papier. OLA., Münsterland, Landessachen.
  • Quellen:Oldenburgisches Urkundenbuch - Band 05 – Süd-Oldenburg. Siehe Text
  • Im Auftrage des Staates herausgegeben vom Oldenburger Verein für Altertumskunde und Landesgeschichte.
  • Druck und Verlag: Gerhard Stalling Oldenburg
  • Aufgearbeitet von H. Bruemmer.
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